klinische Hypnose - mein Weg zur Hypnotherapie

Kerstin Benedek • 5. Februar 2026

Klinische Hypnose – ein Zugang über Bilder, Körper und innere Bewegung

Sonnenschein, Stuhl auf einer Wiese, Bäume im Hintergrund

Meine Begegnung mit klinischer Hypnose war von Anfang an sehr persönlich. Sie hat sich im eigenen Erleben gezeigt, im Körper, in inneren Bildern und in feinen Bewegungen. Ich denke und arbeite viel in Bildsprache, und genau dort hat mich die Hypnose erreicht. In der Selbsterfahrung zu spüren, wie sich ein Arm hebt, ohne dass dieser Prozess bewusst gesteuert wird, war ein stiller und sehr eindrücklicher Moment. Er hat mir gezeigt, wie eng Körper und Psyche zusammenarbeiten können, wenn Fokus, Sicherheit und innere Aufmerksamkeit zusammenkommen.


Klinische Hypnose beschreibt einen Zustand von gesammelter Aufmerksamkeit. Die Wahrnehmung richtet sich nach innen, während Gedanken, Bilder, Körperempfindungen und Emotionen deutlicher miteinander in Kontakt treten. In diesem Zustand werden innere Prozesse zugänglich und gestaltbar. Hypnotherapeutisches Arbeiten nutzt diese Qualität, um innere Bilder entstehen zu lassen, Ressourcen zu aktivieren und neue Erfahrungen zu verankern. Sprache wird dabei bewusst gewählt, ruhig, bildhaft und einladend.

In meiner Ausbildung erlebe ich klinische Hypnose als einen sehr vielseitigen Zugang. Sie unterstützt dabei, tiefe Entspannungszustände zu erreichen und das Nervensystem zu regulieren. Sie ermöglicht es, Zielbilder innerlich lebendig werden zu lassen und emotional zu verankern. In der Arbeit mit Angst eröffnet sie Wege zu mehr innerer Sicherheit und Orientierung. Auch im Umgang mit Schmerzen bietet sie einen feinen Zugang, bei dem Wahrnehmung veränderbar wird und der eigene Körper wieder als Verbündeter erlebt werden kann.


Besonders berührend empfinde ich den Einsatz in der Operationsvorbereitung. Ich habe selbst eine hypnotherapeutische Reise aufgenommen, die Menschen dabei begleitet, sich innerlich auf einen Eingriff einzustimmen. Der Fokus liegt auf Vertrauen, innerer Ruhe und dem Erleben von Selbstwirksamkeit. Die Rückmeldungen dazu waren sehr stimmig. Viele beschreiben, dass sie sich innerlich stabiler und präsenter gefühlt haben und mit mehr Zuversicht in den Eingriff gegangen sind.

Hier kannst du dir die Trancegeschichte anhören

Auch in meinem eigenen Alltag ist klinische Hypnose zu einem wertvollen Werkzeug geworden. Ich nutze Selbsthypnose in Phasen von Anspannung, zum Einschlafen und zur bewussten Entspannung. Sie unterstützt mich dabei, rasch in Kontakt mit mir zu kommen und innere Ruhe entstehen zu lassen. Aktuell begleitet mich zusätzlich eine Körperreise einer Kollegin im Umgang mit Schulterschmerzen. Diese Reise hat mir geholfen, meine Wahrnehmung zu verändern und meinem Körper mit mehr Freundlichkeit zu begegnen. In Verbindung mit anderen therapeutischen Interventionen hat sich mein Erleben spürbar gewandelt. Mehr Weite, mehr Entspannung und eine deutliche Reduktion der Schmerzen.


Klinische Hypnose ist für mich eine Arbeitsweise, die Denken, Fühlen und Körpererleben miteinander verbindet. Sie eignet sich für Erwachsene ebenso wie für Kinder und Jugendliche, angepasst an Sprache, Entwicklungsstand und individuelle innere Welt. Sie lässt sich gut mit anderen psychotherapeutischen Methoden kombinieren und fügt sich harmonisch in bestehende Behandlungsprozesse ein.


Klinische Hypnose nutzt etwas sehr Menschliches. Die Fähigkeit, innerlich Bilder entstehen zu lassen, Bedeutungen zu verändern und neue Erfahrungen zu integrieren. Sie wirkt dort, wo innere Bilder mehr sagen als viele Worte, wo der Verstand nicht wegrationalisiert, wo Tagträume erlebt werden. einfach Magisch :-)


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